Immer mehr Versicherungen wie beispielsweise die Allianz, Generali, Ergo oder auch die R+V bieten eine sogenannte Rentenversicherung mit Indexbeteiligung an. Dabei werben diese mit hoher Renditechance bei gleichzeitiger Sicherheit, was für viele Verbraucher äußerst attraktiv klingt. Dies gilt insbesondere in der derzeitigen Niedrigzinsphase, in der herkömmliche Altersvorsorgemodelle kaum noch Rendite versprechen können. Doch was steckt hinter diesem Versicherungsmodell?

Kein Verlustrisiko bei der Rentenversicherung mit Indexbeteiligung

Zunächst einmal investieren die Versicherungen die erbrachten Beiträge der Versicherungsnehmer nicht direkt in einen Aktienindex, sondern in das Sicherungsvermögen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Dadurch besteht bezüglich dieser Beiträge praktisch kein Verlustrisiko, da es sich hierbei um äußerst sichere Anlagen handelt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Lebensversicherung gibt es jedoch bei den meisten Versicherungen in diesem Modell keinen Garantiezins.

Wie funktioniert die Indexbeteiligung?

Stattdessen werden bei der Rentenversicherung mit Indexbeteiligung die Überschüsse, die durch die Investition der Beiträge in das Sicherungsvermögen entstehen, in den jeweiligen Aktienindex angelegt. Sehr häufig handelt es sich bei diesem Aktienindex um den Euro Stoxx 50. Die Versicherung erwirbt dabei jedoch keine Anteile an Indexfonds, sondern legt die Überschüsse in Optionsgeschäfte auf den Aktienindex an. Bei einem solchen Optionsgeschäft handelt es sich um eine „Wette“ auf den Aktienverlauf des Index.

Die Betrachtung des Indexverlaufes erfolgt dabei monatlich. Der monatliche Zuwachs des Index wird allerdings durch einen sogenannten „Cap“ oder eine Quote begrenzt. Das bedeutet beim Cap, dass der Versicherungsnehmer in besonders guten Monaten nicht den vollen Gewinn erhält, sondern dieser durch den Cap nach oben hin gedeckelt ist. Bei einer Quote hingegen erhält der Versicherungsnehmer stets eine bestimmte Quote am positiven Zuwachs des Index. Der Cap oder die Quote werden jährlich durch die Versicherung festgelegt. Eine negative Entwicklung des Aktienindex wird hingegen voll in die Rechnung aufgenommen.

Am Ende des Jahres werden in der Regel alle zwölf Ergebnisse aus der monatlichen Betrachtung miteinander verrechnet. Entsteht hierbei ein positives Ergebnis, wird dieses den Versicherungsnehmern als Gewinn gutgeschrieben. Dieser Gewinn ist als Teil des Kapitals dann ebenfalls gesichert. Ist das Ergebnis hingegen negativ, beträgt die Rendite null, damit kein Verlust für den Versicherungsnehmer entsteht.

Wahlrecht der Versicherungsnehmer

In der Regel wird dem Versicherungsnehmer bei der Rentenversicherung mit Indexbeteiligung jährlich ein Wahlrecht zugestanden. Das ermöglicht dem Versicherungsnehmer, sich jährlich zu entscheiden, ob er eine Indexbeteiligung oder eine herkömmliche sichere Verzinsung wünscht.